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Samstag, 31. Juli 2010

Paar Vorschläge für Motto Bundesparteitag der Piraten 2010.2

Ahoi Piraten,

habe mir vorgestern Abend (29.07.2010) einmal ein paar Gedanken gemacht, unter welchem Motto vielleicht der nächste Parteitag der Piraten stehen könnte. Einiges wird sich vielleicht auch nicht als Motto für einen Parteitag verwenden können, aber vielleicht dann im Wahlkampf, ob in BaWü oder in Berlin^^. Falls irgendwas mittlerweile schon vorgeschlagen wurde, ignoriert es einfach^^.

Falls ich noch ein paar Ideen habe, werde ich diese hier, natürlich kenntlich gemacht, hinzufügen.

So, nun zu den Ideen:

Jetzt oder nie!
Und alle so Yeah!
So wenig wie möglich, so viel wie nötig!
Aufbruch in ein piratiges Jahrzehnt!
Aufbruch in ein neues Jahrzehnt!
Mit Herz und Verstand!
Ins Internet geboren, in die Welt gewachsen!
Achtung, hier entscheiden alle mit!
Vorsicht, hier denken alle mit!
Vorbereitung ist die halbe Miete!
Transparenz und Datenschutz sind kein Widerspruch!
Eine Stimme für die Piraten ist nie verschenkt, eine für die FDP immer!
Vertrauen Sie unseren Politikern? Wir auch nicht!


Danke, bis dann
YoungSocialist (auch bei Twitter)
Yacine Ghoggal

Donnerstag, 8. Juli 2010

Piratenpartei Bezirksverband Schwaben - Die Geschichte des Piratenkonfliktes aus meiner Sicht

Heute berichte ich euch einmal nicht über eine Bundespolitische oder Internationale Sache, ich gehe heute auf die Piratenpartei im Bezirksverband Schwaben ein.

Zuerst zu meiner Person: Ich bin kein Mitglied der Piratenpartei. Ich bin jedoch ein Sympathisant der Partei und habe in Augsburg, meinem derzeitigen Wohnort, die Piraten immer wieder unterstützt, auch im Wahlkampf, obwohl ich Mitglied einer anderen Partei bin, da ich die Ziele der Partei auch als richtiges Ziel für meine Partei sehe und glaube, dass meine Partei dadurch unter Druck gesetzt wird. Bisher hat es funktioniert;-) Ich selber kann leider nicht Mitglied der Piratenpartei werden, da meine Partei eine gleichzeitige Mitgliedschaft in einer anderen Partei nicht zulässt. Momentan würde ich jedoch nicht Mitglied der Piraten werden, dass war bis März noch anders. Dies hängt mit dem zusammen, wovon ich jetzt berichten werde.

Ich trage hiermit etwas noch weiter nach draußen, als es über den Mailverteiler der Piraten Schwaben, welcher jedoch auch öffentlich ist, möglich wäre. Wenn eine erwähnte Person ein Problem mit der eigenen Darstellung hat, so kann sie sich beschweren. Solange meine Darstellung jedoch der Wahrheit entspricht, müssen insbesondere die Personen, die im Vorstand sind, die Darstellung dulden, erstens weil der Inhalt der Mailingliste sowieso öffentlich ist, zweitens, weil ich mich hier journalistisch betätige und Presse besonders geschützt ist, drittens, weil es der Transparenz dient, einem hohem Gut der Piraten und viertens weil sie mit der Annahme des Postens damit leben müssen, dass sie ab und zu in der Öffentlichkeit stehen.

Die Piratenpartei hat bei der letzten Bundestagswahl 2,0 % der Wählerstimmen bekommen können, Augsburg schnitt bei der Bundestagswahl mit 3,1 % sogar überdurchschnittlich ab. Im Bezirksverband Schwaben waren zu diesem Zeitpunkt mit Abstand die meisten aktiven Piraten in Augsburg zu finden.

Damals war vermutlich noch nicht absehbar, was sich in Augsburg aus den Piraten entwickeln würde. Der damalige Bezirksverbandsvorsitzende Gerd Grüttner ließ sich immer wieder Ideen für Aktionen einfallen, beinahe schaffte er es sogar den Bundesparteitag der Piratenpartei mit seinem Konzept nach Augsburg zu bringen. Das ganze scheiterte dann am Wahltermin in Nordrhein-Westfalen, aber Andi Popp (damals und heute stellv. Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland) bezeichnete das damalige Vorgehen, bei dem zuerst Augsburg ausgewählt wurde um hinterher den Bundesparteitag an den völlig unbekannten Ort Bingen zu verlegen als seinen größten Fail.

Weiterhin baute Gerd sehr gute Kontakte zur Grünen Jugend in Augsburg auf und die Piraten machten sich bei SPD, IKZ, beim Bildungsstreik und den Linken einen Namen, insbesondere aufgrund der Arbeit von Gerd.

Ich beschreibe dies alles aus dem Grund, denn eigentlich bestehen Piraten normalerweise überall aus vielen Personen und wie ich schon schrieb, waren in Augsburg die meisten aktiven Piraten. Damals machte man jedoch einen großen Fehler. Es wurden Leute in den Vorstand gewählt, die nicht dazu in der Lage waren, ihre Arbeit zu erledigen. Der damalige Generalsekretär Martin Taukovic zog daraus auch Konsequenzen und trat von seinem Posten zurück um den Weg für einen Nachfolger frei zu machen, der mehr Zeit aufbringen konnte. Dagegen war der Politische Geschäftsführer Paul Hüther einer von den Leuten, die viel versprachen, aber am Ende fast nichts machten. Die Arbeit blieb immer wieder bei Gerd Grüttner hängen.

Nun, vielleicht schon Monate im Vorfeld, aber mindestens seit März 2010 bildete sich immer weiter eine Front gegen Gerd Grüttner, die daher rührte, dass er den Bezirksverband zu autoritär führen würde. Es wurde kritisiert, dass er dafür sorgte, dass seine Aktionsideen umgesetzt wurden und man beschwerte sich, dass er den Leuten die Arbeit wegnehmen würde.

Ganz vorne dabei war Vinzenz Vietzke (Vinz), welcher behauptete, dass Gerd ihm die Arbeit an der Website der Piraten Schwaben wegnehmen würde. Dies behauptete er hinter dem Rücken von Gerd unter anderen Piraten, z.B. im März auf einem sogenannten „Nerdstammtisch“ im Thing. Anwesende Piraten wie Paul Hüther und Martin Taukovic hetzten weiter, während Kathrin Eberhardt (Kaddi) und andere eifrig nickten. Man überlegte sich, wie man Gerd loswerden könnte. Insbesondere Vinz und Kaddi taten sich hervor und wollten sich für die Posten an der Parteispitze bewerben, aber auch Paul Hüther war nicht abgeneigt, obwohl er in der Legislaturperiode zur Genüge bewiesen hatte, dass er sich nicht für Verantwortung eignete. Vinz und Kaddi waren bis dahin noch nicht einmal Mitglieder der Piratenpartei, aber wollten gleich auf die Spitzenposten. Kaddi hatte in der Vergangenheit bewiesen, dass von ihr nie Input kam, sondern sie nur zustimmend zu allem Ja und Amen sagte und sich bei ihren Positionen nicht festlegen wollte, im Gegenteil. Auch ihre Arbeit innerhalb der Partei war mehr als dürftig, aber wenn man ihren Kandidatenbogen anschaut:
http://www.wikimirror.piratenpartei-nrw.de/BY:Kandidat_Katrin_Eberhardt

dann wird man glauben, sie leitete die Piratenpartei fast alleine. In Wahrheit müsste man wohl ihre Tätigkeiten in den Bereichen aufbröseln und würde zu dem Schluss kommen, dass sie vor allen Dingen überall nur daneben saß und zuschaute, wie andere die Arbeit machten.
Vinz dagegen hatte immer viel Arbeit übernehmen wollen, aber letztlich zog sich die Erledigung seiner Aufgaben solange hin, bis Gerd ihm zur Hilfe kam, ihm sogar Bücher gab, damit er sich in die Aufgaben einlesen konnte. Am Ende machte Gerd sogar einen Teil der Arbeit selber, ohne es auch nur ein Stück nach außen zu tragen. Nachdem Vinz noch nicht einmal dann seine Arbeit machte, machte Gerd diese, ohne es nach außen auch nur zu erwähnen. Anstatt, dass sich Vinz dafür bedankte, dass Gerd seine Arbeit gemacht hatte, die er schon seit vielen Monaten vor sich herschob, ohne kleinste Ergebnisse, erzählte er den Piraten in Augsburg, hinter dem Rücken von Gerd, dass dieser ihm die Arbeit wegnehmen würde. Bis heute hat Vinz, alles das bei den Piraten in Augsburg nicht richtiggestellt, obwohl Gerd alles mit den Skypeaufzeichnungen nachweisen kann....

Mit weiterer Hetze gegen den Autoritären Stil Gerds, schafften es Vinz, Kaddi und Paul tatsächlich, auf dem Bezirksparteitag, im April, dass dieser nicht wieder antrat und Kaddi gewählt wurde, die einen weniger autoritären Stil als ihr Vorgänger versprach.

Vinz wurde zum politischen Geschäftsführer gewählt und nur Paul Hüther, welcher schon bewiesen hatte, dass er nix machte, wurde nicht wieder gewählt, obwohl er nur für einen Beisitz antrat.

Ich kannte die Art von Kaddi damals schon und ich selber hatte genug Zeit mit den Piraten verbracht, dass ich nach der Wahl von Kaddi wusste „die Piraten sind am Arsch...“. (Twitter: YoungSocialist )

Leider sollte ich Recht behalten. Im Monat darauf, passierte nix. In ganz Augsburg sah man nichts von den Piraten. Damals sagte man uns noch, der Vorstand müsste sich erst einmal konstituieren und planen. Im Juni passierte nichts, man behauptete, dass man erst einmal alles flicken müsste, was Gerd Grüttner zerstört hätte. Auf meine Fragen danach, was genau denn geflickt werden musste, gab es keine Antwort. Der Vorstand hüllte sich in Schweigen, trotz des Aufrufs weiterer Mitglieder, endlich Stellung zu beziehen.

Bei den beiden Schlichtungsgesprächen, spätestens beim zweiten, zeigte sich, dass Gerd garnicht so Unrecht hatte und Vinz der Jenige war, der die Spaltung der Piraten in Schwaben betrieben hatte. Alle, die damals da waren, unter anderem Gerstel und Sekor müssten dies bestätigen können. Man entschloss sich, Vinz nun Zeit zu geben, sich bei Gerd zu entschuldigen und das Vergangene öffentlich richtig zu stellen. Es passierte nix, Vinz glaubt, dass es besseres zu tun gäbe....

Gerd Grüttner hatte eine AG-Kommunalpolitik gegründet, in der sich regelmäßiger Piraten trafen, als auf den Stammtischen und Arbeitstreffen des Bezirksverbandes in Augsburg. (Muss hier erwähnen, dass es aufgrund der Wohnlage der meisten Vorstände in Augsburg, keinen Kreisverband gibt). Der Stammtisch fand zu der Zeit, als Gerd noch Vorsitzender war, regelmäßig statt und wurde sehr regelmäßig besucht, nur nach der Bundestagswahl gab es, wie in ganz Deutschland, einen leichten Einbruch der Besucherzahlen. Seit der Stammtisch von Kaddi und Vinz organisiert wird, welche sich auch wegen der Fußball-WM und anderer Gründe, einmal sogar unabgemeldet, nicht blicken ließen, gingen die Besucherzahlen dieses Stammtisches rapide um 30 – 80 % runter, je nach Treffen.

Die AG-Kommunalpolitik wurde, weil Gerd der einzige war, der diese leiten konnte und wollte, dann am 6. Juli durch den Rücktritt von ihm, von all seinen Posten, aufgelöst.

Es gab in Augsburg zwei AG´s. Die Zweite war die AG-Bildung, welche seit Mitte-November unter meiner Leitung stand. Ich war schon lange unzufrieden mit der Arbeit der Bezirksverbandsvorsitzenden und ihres politischen Geschäftsführers. In der AG-Bildung wurde ein Bildungsprogramm erarbeitet. Nach dem Bundesparteitag konzentrierten wir uns darauf, einen Fragebogen für Schüler zu erstellen, mit welchem wir in der Lage sein wollten, die Probleme der einzelnen Schulen in Augsburg zu ermitteln. Der Fragebogen ist mittlerweile eigentlich fertig, aber ich organisierte regelmäßige Arbeitstreffen vor allen Dingen nur noch aus einer Art Pflichtgefühl heraus, seit dem der neue Vorstand übernommen hatte. Ich wusste, alles was wir machen würden, wäre umsonst, wenn es der Bezirksverband es in Augsburg nicht schaffen würde, die Aufmerksamkeit weiterhin bei den Piraten zu halten, wie es vorher unter Gerd geschafft wurde.

Als Gerd jedoch von der AG-Kommunalpolitik zurücktrat, wusste ich, dass die einzigen, die es schaffen könnten, in Augsburg die Aufmerksamkeit zu halten, es nicht mehr tun würden und das der Bezirksverband es sowieso nicht mehr machen würde.

Ich selber hatte schon vorher lange über diesen Schritt nachgedacht, aber mit dem Rücktritt von Gerd, dachte ich, könnte ich gegen diesen Vorstand ein Zeichen setzen. Ich trat auch von meinen Posten als Leiter der AG-Bildung zurück.

Ich hatte vorher die geeigneten Aktiven der AG gefragt, wieviel Zeit sie noch aufbringen könnten. Sie waren nicht dazu in der Lage, diese zu übernehmen, aus privaten Gründen oder, bei einer Person aus dem Grund, dass sie, so sagte sie mir, die Arbeit des politischen Geschäftsführers Vinz mitmachen musste, obwohl sie nur Beisitzer war, weil dieser lieber nichts machte, außer ein bisschen mit Kaddi im Bezirk rumzugurken und Stammtische der Kreisverbände zu besuchen und wieder an Vorstandssitzungen teilzunehmen, deren Ergebnisse für niemanden sichtbar wurden.

Ich kündigte weiterhin an, nicht mehr für die Piraten in Augsburg auf irgend einer Demo aufzutauchen, wie ich es zuvor mit Piratenshirt und manchmal auch mit Fahne getan hatte. Ich musste natürlich, zwangsläufig, auch meine Arbeit in der AG-Kommunalpolitik beenden, da diese ja aufgelöst wurde, aber das hätte ich mit diesem Schritt natürlich sowieso getan.

Die Auflösung und seinen Rücktritt publizierte Gerd über die Schwabenliste der Piraten (auch Alternative Aktive genannt), ich machte es genauso, da es das Medium mit der größten Reichweite innerhalb des Verbandes ist. Der Vorstand äußerte jedoch außer Bedauern nicht viel, weder wurde Besserung versprochen, noch in irgend einer Art und Weise sonderlich auf die Kritik eingegangen, die wir beide äußerten. Einige Piraten forderten Reaktionen des Vorstandes, dieser schwieg jedoch.

Im Vorstandsverteiler der Piraten, welcher natürlich nicht öffentlich zugänglich ist, fordert der Vorstand die einzelnen Vorstandsmitglieder dazu auf, nichts zu antworten und das Thema totzuschweigen, denn zu einem Streit würden immer zwei gehören. Totschweigen, dass sich gerade alle AG´s in Augsburg aufgelöst haben und weitere Piraten angekündigt haben, keine Arbeit mehr für den BzV zu machen und sich auf den KV zurückziehen.

Für mich ist das eine unangebrachte Reaktion, mehr noch, es zeugt von einer tiefen Abneigung gegenüber dem Protest der Basis. Basisdemokratie? Hier wird mit einem autoritären Stil „regiert“ oder besser am Stuhl geklebt, dass hat Gerd, der alles für die Piraten machte, sogar um den Fehler von Paul Hüther, zum Bezirksparteitag nicht ordentlich zu laden, von seinem Posten als BzV-Vorsitzender zurücktrat, nie gemacht. Er ging auf Kritik ein und versuchte sich immer wieder zu bessern und vor allen Dingen ging er überhaupt auf Kritik ein und ignorierte diese nicht einfach. Natürlich hatte Gerd seine Fehler, aber er bemühte sich, diese abzustellen und seine Fehler waren vermutlich für die Ziele der Piraten eigentlich ganz gut. Vinz selber möchte nicht über die Schwabenliste diskutieren. Natürlich nicht, wenn man ihn direkt anschreibt, dann kann er die Leute gegeneinander ausspielen, weil diese gegenseitig nicht wissen, was der andere geschrieben hat. Über die Schwabenliste ist alles transparent und das ist bei jemanden wie Vinz mehr als von Nöten, damit man nicht gegeneinander aufgehetzt wird.

Der Vorstand hat aus dem geplanten ordentlichen Bezirksparteitag am 24.07.2010 in Memmingen einen außerordentlichen gemacht. Auf einem ordentlichen muss neu gewählt werden, also in diesem Fall, hätten sich insbesondere Kaddi und Vinz in ihren Ämtern bestätigen lassen müssen. Auf einem außerordentlichen Bezirksparteitag gehört dies jedoch nicht zur Tagesordnung und muss erst einmal eingebracht werden....

Die Art und Weise ihrer selbstherrlichen Regentschaft zeugt von einer tiefen Ablehnung des Basisdemokratischen Gedankens. Vielleicht haben sie deshalb erst im März, einen Monat vor ihrer Wahl, die Mitgliedschaft in der Piratenpartei gesucht, ähnlich wie bei Stephan Koenig....

Ich weiß nicht, wie man die Bilanz eines BzV-Vorstandes messen und vergleichen kann, deshalb versuche ich es einfach über den Zweck der Partei.

Zweck: Eine Partei hat den Zweck, eigene Ideen und Vorstellungen in die Politik einfließen zu lassen und dadurch diese zu ändern.

Die Mittel: Die Mittel einer Partei können da sehr verschieden sein. In der Vergangenheit schafften die Piraten das durch Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit erregten sie über besondere Aktionen, lokal oder auch bundesweit. Das schafften die Piraten in Augsburg bis April auch. Ein weiteres Mittel wäre der direkte Einfluss über Parlamente, Stadt- und Gemeinderäte, etc.. In diesem Bereich ist das Engagement der Piraten noch ausbaufähig, aber durch Aktionen und Aufmerksamkeit schaffen sie es vielleicht eher in diese Parlamente als durch nichts tun. Zudem kann man über Bündnisse zu anderen Parteien seine Ideen an den Mann bringen.

Was braucht man für Aktionen?: Erstens braucht man Piraten und Sympathisanten, die für eine solche Aktion bereitstehen und bei der Umsetzung dieser helfen. Oft sind mehr Teilnehmer auch umso besser.

An dieser Stelle möchte ich die erste Messung vornehmen: Wieviele Aktive könnte der BzV-Schwaben noch Mobilisieren, im Gegensatz zur Legislaturperiode zuvor? Bezeichnend für den Zustand, in welchem sich die Piraten momentan befinden ist der Aufruf, Martin Taukovics, dass jeder Pirat, welcher am Samstag beim Infotisch hilft, Sonntag im Thing von ihm ein Freibier spendiert bekommt. Die Piraten sind in Augsburg kaum noch dazu in der Lage, ohne solche Versuche, Piraten für solche Aktionen zu mobilisieren (Erinnert mich an die JU). In der Legislaturperiode zuvor mussten Piraten nie dazu bestochen werden, an solchen Aktionen teilzunehmen. Kaddi und Vinz gehörten im übrigen nie zu den Leuten, die bei einer Aktion in der Legislaturperiode von Gerd als Hilfe auftauchten, sie waren nur auf Stammtischen anwesend. Mittlerweile schläft sogar der Stammtisch Sonntags ein....

Was braucht man für Aktionen noch?: Zweitens braucht man Ideen für Aktionen. Ein Infotisch ist keine Idee, denn das machen alle Parteien. Weitere Ideen sind bisher zumindest nicht umgesetzt worden, aber ich habe auch noch von keiner Idee für eine Aktion in dieser Legislaturperiode gehört. Der Bezirksverbandsvorsitzende, in diesem Fall Kaddi, wäre dafür zuständig, Piraten aus Augsburg dazu zu bringen, Ideen auszuspucken, etwas zu entwickeln, vielleicht sich auch einmal selber Gedanken über Aktionen zu machen. Alles dies ist Kaddi und auch dem politischen Geschäftsführer Vinz bis heute nicht gelungen. Es gab keine Ideen mehr.

Die Bündnisse, die Gerd zu anderen Parteien aufgebaut hat, werden leichtfertig aufs Spiel gesetzt, indem nur Beisitzer auf dem Empfang der Linken auftauchen, zu welchem der Vorstand unter anderem vom hiesigen Bundestagsabgeordneten schriftlich eingeladen wurde.

Fazit: Es gab seit April keine Aufmerksamkeit mehr für die Piraten in Augsburg und die Basis für solche Aktionen ist auch verschwunden. Es gibt auch keine AG mehr, dadurch keine inhaltliche Arbeit mehr. Die guten Kontakte, z.B. zu anderen Parteien werden immer weiter zerstört. Von der Arbeit, die Gerd gemacht hat, ist wenig übrig geblieben, gleichzeitig frage ich mich, was der Vorstand denn momentan flicken musste, was Gerd zerstört haben soll....

Ich hoffe, dass die Piraten in Zukunft dazu in der Lage sein werden, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Ziele kann man nicht erreichen, ohne dass man für diese kämpft. Augsburg braucht einen Vorstand, der mehr tut, als verwalten. Am 24.07.2010 haben die Piraten Schwaben die Wahl, ob sie alles so weiterlaufen lassen wie in den vergangenen Monaten.

Yacine Ghoggal
Twitter: YoungSocialist

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Dies ist meine Antwort auf die Antwort von Martin T. (Webrebell)
zu meinem Blogeintrag hier drüber. Dieser Eintrag wurde verfasst am 08.07.2010 um 21:39 Uhr


Servus Martin,

ich schildere nur meinen Eindruck, dass erst seit der Wahl im April nichts mehr passiert. Die Besucherzahlen des Stammtisches in Augsburg sind nach der Wahl mit einem Schlag rapide runter gegangen, Aktionen gab es auch kurz vor der Wahl auch, z.B. die Twitteraktion vor dem Rathaus und der beinahe Bundesparteitag in Augsburg, der sicher dennoch Arbeit gemacht hat, auch wenn es leider dann nicht geklappt hat (nicht aufgrund eines schlechten Konzeptes....). Ich messe den Erfolg eines Vorstandes daran, wieviel Aufmerksamkeit er außerhalb der Piratenpartei in der Bevölkerung erregt und zumindest versucht zu erregen, denn momentan können wir nur dadurch die Ziele erreichen, für die die Piraten stehen. Mir ist egal, auf welchem Weg, vorher die Aktionen zustande kamen, Hauptsache das Ergebnis ist gut und wenn diese nicht von unten angeregt werden, dann müssen diese von oben angeregt werden. Die Initiative für den Infotisch kam vielleicht von Martin H. Und das will ich auch garnicht kritisieren, ich will kritisieren, dass ansonsten bisher garnichts kam und dafür ist der Vorstand verantwortlich. Einen Infotisch aufzustellen ist zudem nicht sonderlich extravagant, ich glaube kaum, dass die Presse darüber berichten wird und wir einen größeren Kreis Menschen erreichen, die das mitbekommen, außer den wenigen, die am Stand vorbeilaufen. Ich will auch garnicht, dass der Vorstand die ganze Arbeit alleine machen muss, aber wie ich schon beschrieben habe, hat Gerd nur so viel Arbeit gemacht, weil Teile des ehemaligen Vorstandes ihre Arbeit nicht gemacht haben. Martin, du bist damals zurückgetreten, weil du deiner Arbeit nicht nachgekommen bist. Die Arbeit machte in der ganzen Zeit, bis zu deinem Rücktritt dann Gerd, dafür kann er nix, sondern nur du. Das Beispiel vom Vinz habe ich zitiert und Paul habe ich auch angesprochen. Das Gerd manchmal zu sehr autoritär war, will ich garnicht leugnen, dennoch habe ich den Eindruck, dass das für die Ziele der Piraten besser war, als der momentane Zustand, in welchem es keine Aufmerksamkeit mehr für die Piraten gibt! Wir brauchen etwas dazwischen, deshalb hätte ich gerne Fritz als Vorsitzenden, aber Gerd wäre mir noch immer lieber als Kaddi.

Ich werfe Kaddi und Vinz vor, gegen Gerd intrigiert zu haben und dir nicht, weil du alles was du über Gerd sagtest, auch öffentlich sagtest, du hast es über die Mailingliste geschrieben, auch gesagt wenn Gerd dabei war usw. und Gerd hatte die Möglichkeit mit gleichen Mitteln deinen Aussagen zu widersprechen oder zuzugeben, dass du vielleicht Recht hast. Du hast es also genau so gemacht, wie ich es gerne von allen gesehen hätte. Vinz und Kaddi dagegen haben hinter dem Rücken von Gerd Stimmung gegen diesen gemacht und leugnen kannst du das nicht, ich war dabei! Dieser hat dem Vinz noch vertraut, als dieser ihn schon eiskalt an anderen Stellen schlecht machte....

Noch etwas: Ich wiederhole mich vielleicht dabei, aber bei einer solch Intriganten Person wie Vinz, muss man alles öffentlich machen, damit auch er öffentlich antwortet. Falls man es nicht macht, dann antwortet Vinz mir privat garnicht oder auf auf diese Weise, während eine andere Person genau gegenteilige Aussagen von Vinz bekommt ohne dass ich das sehen kann. Ich möchte, dass er allen Personen, das Selbe sagt und ein gegenseitiges Ausspielen nicht mehr möglich ist. Piraten wollen Transparenz, und ich finde diese auch wichtig, insbesondere hier!
Wenn er mir antwortet, muss er kein weiteres Öl ins Feuer gießen, er könnte so vernünftig antworten, dass jede Person nun endlich weiß, wer die Wahrheit gesagt hat, z.B. endlich zugeben, was er damals für Lügen erzählt hat, frage Gerstel oder Sekor!

Ich habe provoziert, denn ich will endlich, dass nach zwei erfolglosen Schlichtungsgesprächen dieses leidige Thema abgeschlossen wird, ich will, dass es endlich, mindestens von Vinz eine Entschuldigung gibt und er öffentlich zugibt, dass er gelogen hat, ansonsten werde ich ihn zumindest niemals in der Piratenpartei in irgendeiner Position dulden, egal ob ich Mitglied bin oder nicht! Gerd hat sich zurückgezogen und ich habe diesen Augenblick genutzt, nicht Gerd hat die „Atombombe“ gezündet, sondern ich, denn Gerd alleine wäre dazu garnicht mehr in der Lage gewesen!

Ob Gerd Profilisierungssüchtig ist, weiß ich nicht. Er hat jedoch durch seine viele Arbeit für die Piraten, zumindest eine gewisse Anerkennung verdient und diese wird ihm bis heute verweigert. Im Gegenteil, er wurde auf dem Bezirksparteitag nicht einmal entlastet!

Sein Rücktritt rührte daher, dass er dadurch den Vorstand kurzfristig Handlungsunfähig machen konnte, was zu Neuwahlen führt, was wiederum zu einem außerordentlichen Parteitag führt. Nachdem Paul es nicht rechtzeitig geschafft hat, die Einladungen zu formulieren, war dies die einzige Möglichkeit, die Ladung noch ordnungsgemäß erfolgen zu lassen. Da Paul als Verantwortlicher sich jedoch nicht in das Vereins oder Parteiengesetz eingelesen hat, wurde es dennoch versäumt, eine vorläufige Tagesordnung mit zu verschicken, was dazu führt, dass nicht ordnungsgemäß geladen wurde. Glücklicherweise hat sich zumindest bisher keiner beschwert, ansonsten wäre der Fall jetzt beim Landesschiedsgericht (wo er ja auch kurzzeitig war, aber dann wurde der Antrag zurückgezogen). Ich sehe darin, dass er besondere Verantwortung übernommen hat, zudem hast du sogar seinen Rücktritt gefordert! Jetzt davon zu sprechen, dass dieser unverantwortlich war, ist etwas Scheinheilig....

Zudem hat Gerd den Vinz schon privat zur Rede gestellt, dieser hat darauf nicht reagiert, deshalb verstehe ich es vollkommen, dass er daraus einen Staatsakt macht....

Wenn es die Idee von Gerd war, einen ordentlichen und einen außerordentlichen Parteitag stattfinden zu lassen, warum habt ihr dann, nachdem der letzte schon außerordentlich war, nicht zu einem ordentlichen Parteitag eingeladen, das wäre doch die logische Konsequenz gewesen, oder? Ob es sich nun um ein taktisches Manöver handelt oder nicht, kann ich nicht beweisen, weshalb ich diese Kritik erst einmal fallen lasse. Dennoch möchte ich noch immer Neuwahlen! Der Rücktritt Gerds führte nicht zu einer Verzögerung der postalischen Einladung zum Parteitag im April. Das kannst du daran sehen, dass Gerd erst nach Ablauf der 4-Wochen-Frist zurückgetreten ist. Deine Aussage lässt sich also locker mit Google widerlegen.

Ich werde nicht in die Partei eintreten, solange das Leute wie Vinz und Kaddi im Vorstand sind, die genau das machen, was ich bei den Piraten nicht sehen wollte (Kungelei, usw.), solange ist diese Partei für mich gestorben!

Nein, nach meiner Aussage ist die AG nicht auf Eis, ich habe sie aufgelöst, siehe meine erste Mail als Antwort auf den Rücktritt von Gerd. Auch das warum habe ich in diese Mail geschrieben. Wenn irgendjemand die Inhalte und Ergebnisse der AG irgendwann übernehmen möchte, kann er/sie das gerne machen, aber solange das keiner möchte, ist die AG aufgelöst.

Ich will nicht, dass alles Top-Down initiiert wird, das ist auch nicht die Struktur der Jusos, wo ich herkomme. Ich will, dass der Vorstand initiiert, wenn eben nichts von der Basis kommt, denn er ist der einzige, der dazu in der Lage ist, die schlafenden zu wecken. Gebe zu, es kommt nix aus der Basis. Seit April habt ihr nix mehr auf die Beine gestellt und der Infotisch nächsten Samstag ist vielleicht ein Fortschritt, aber noch lange nicht das was ich erwarte. Ich erwarte so viel, wie ich vorher mitbekommen habe. Aktionen, die Aufmerksamkeit erregen, auch in den Medien.

Initiativen sollen aus der Basis kommen, kommen sie nicht, ist der Vorstand dafür zuständig, denn keiner kann mir erzählen, dass ihr so viele Personen, nur zur Verwaltung braucht.... Ich habe auch nie behauptet, dass das diktatorisch erfolgen soll. Hat Gerd euch gezwungen, an den Aktionen, die seine Idee waren, teilzunehmen? Ihr hättet ja sagen können, sorry Gerd, deine Idee ist doof, wir wollen was anderes machen. Ihr habt aber nix gemacht, euch war das alles ganz Recht! Jetzt seht ihr, was passiert, wenn ihr keine Person wie Gerd mehr habt, die dafür sorgt, dass die Piraten in der Öffentlichkeit auftauchen. Ihr macht alle 2 Monate einen Infotisch, danke.

Zu Sylvia: Bei welcher Bundestagswahlkampfaktion hast du die beiden denn gesehen. Vielleicht habe ich übersehen, dass sie einmal dabei waren. Gläsernes Mobil? Samstag vor der Wahl?

Mit freundlichem Gruß
Yacine Ghoggal

P.S. Bei mir gilt das Selbe wie bei dir Martin, ich werde vermutlich noch einmal etwas dazu schreiben, werde aber darauf aufmerksam machen und auch kennzeichnen, was dazu gekommen ist. Ich streiche nichts, was ich zuvor geschrieben habe, denn alles soll transparent und für jeden ersichtlich sein. Was im Text fettgedruckt ist, habe ich nachträglich im Text geändert.